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Filter & Filtermaterial für dein Schwimmbecken

Aktualisiert: 7. Apr. 2023



In der Welt des Schwimmbades finden wir viele verschiedene Typen an Filtermaterialien und Filtereinheiten, über deren Details wir dich hier informieren.


Welche Filter und Filtermaterialien gibt es:













Filterkartuschen:

Die Filterkartusche findet ihren Einsatz häufig in kleineren Schwimmbeckenanlagen oder Whirlpools. Der Vorteil an dieser Filtrationsmethode ist, dass du deine Filteranlage nicht zwingend regelmäßig zurück spülen musst, sondern einfach den Filter gegen eine saubere, neue Kartusche ersetzen kannst.


Für Filterkartuschensysteme gibt es mittlerweile auch alternative Filtrationseinsätze aus modernen High-Tech Fasern, welche einfach und schnell zu tauschen sind. Details hierzu findest du weiter unten im Bericht oder besuche unsere Kategorie Filtermaterial.


Für Filterkartuschen und alternative Filtrationseinsätze für Kartuschenfiltersysteme gibt es mittlerweile verschiedene Geräte, die deine Filterkartuschen reinigen um diese erneut zu nutzen. Natürlich ist eine Wiederaufbereitung der Filtrationseinsätze ein großer Vorteil für die Natur, bitte beachte hierbei allerdings, dass Filtereinsätze, welche für die einmalige Nutzung ausgelegt sind, insgesamt auch nur eine gewisse Lebensdauer erlauben und die Mehrwegnutzung eines Einwegproduktes stark zu lasten deiner Schwimmbeckenwasserqualität fallen kann!



Schnellfilter:

Bei einem Schnellfilter, oft auch Druck-Schnellfilter genannt, wird das Schwimmbadwasser durch einen Filterkessel mit verschiedenen Filtermaterialien gedrückt, welche je nach Filteraufbau aus einem oder mehreren Materialien bestehen können. Hier sprechen die Fachleute dann von der Einschichtfiltration oder der Mehrschichtfiltration. Die Details zu den einzelnen Materialien findest du weiter unten in diesem Bericht.


Aufgrund ihrer Flexibilität und der vielen Herstellungsmöglichkeiten sind Schnellfilter heute immer noch die meist gewählten Filtereinheiten. Sie können aus verschiedensten Materialien hergestellt werden und in fast allen Größen und Formen gebaut werden. So entdeckt man Schnellfilter als Filtereinheiten bei kleinen Quick Up Pools, bis hin zu Filterkesseln für große, öffentliche Schwimmbadanlagen. Es kommen nicht selten auch Filterkessel aus verschiedensten Materialien zum Einsatz, welche teilweise nicht mehr als Knie hoch sind, bis hin zu Filterkesseln, die vermutlich weder stehend noch liegend in deinem Wohnzimmer Platz finden würden.


Trotz regelmäßiger Pflege, muss das Filtermaterial in gewissen Zyklen ausgetauscht werden. Hierfür kann bei Filterkesseln das Filtermaterial schnell und einfach getauscht werden und, je nach Hersteller, die Filterdüsen gereinigt, bzw. mit getauscht werden. Weitere Informationen zu den verschiedenen Filtermaterialien findest du weiter unten separat aufgeführt.



Anschwemmfilter:

Der auffälligste Unterschied zwischen einem Anschwemmfilter und einem Schnellfilter ist, neben dem Filtermaterial, die Position der Pumpe. Während bei einem Schnellfilter das Wasser mit Pumpenkraft durch den Filter gedrückt wird, erreicht das mit einem Anschwemmfilter zu filtrierende Wasser den Filter durch eigene Kraft und wird dann nach dem Filter durch deine Pumpe angesaugt und weiterbefördert. Lediglich wenn der Filter oberhalb der Wasserfläche steht, kommt eine zusätzliche Pumpe zum Einsatz, um das Wasser auf Filterniveau zu bringen.


In einem Anschwemmfilter werden die zu filtrierenden Materialien häufig mit einem Filterhilfsmittel (z.B. Kieselgur) in einer oder mehreren Filtermatten aufgefangen. Das Filterhilfsmittel bildet hierbei die eigentliche Filterfläche, auch Filterkuchen genannt, welcher in regelmäßigen Abständen zur Reinigung aus dem Schwimmbeckenkreislauf hinaus abgespült werden muss.


Diese Form der Filtration findet man in der Regel nur in gewerblichen Schwimmbeckenanlagen oder auch in verschiedenen industriellen Einsatzbereichen.


Ultrafiltration:

Die Ultrafiltration ist eine spezielle Aufbereitungsmethode, welche ebenfalls häufig in gewerblichen Schwimmbeckenanlagen aufzufinden ist, jedoch auch den Einzug in größere, private Schwimmbäder findet.


Bei der Ultrafiltration wird das Schwimmbeckenwasser durch feinste Membranen gepresst, welche unter einem Millimeter dünn sind und dadurch nicht nur Schwebstoffe, sondern auch Viren und Bakterien herausfiltern können.


Diese Form der Wasseraufbereitung ist jedoch so komplex, dass man hierzu allein einen eigenen Artikel schreiben könnte. Bei Fragen zu dieser Methode kontaktiere bitte unter RelaVida-Professionals Team!



Filterpflege:

Da alle Materialien effizient die Verunreinigungen des Schwimmbades herausfiltern, müssen alle Filtereinheiten in regelmäßigen Abständen gereinigt, bzw. (rück-)gespült werden. Bitte beachte hierzu die Herstellerangaben und Hinweise, welche für deinen Filterkessel ausgelegt sind. Auf die alltäglichen Aufgaben bei der Pflege deiner Schwimmbadanlage kommen wir in einem separaten Bericht im Detail zu sprechen.


Da der Schwimmbadmarkt sich permanent in aktiver Bewegung befindet, gibt es immer wieder spannende, neue Technologien am Markt. Die hier aufgezeigten Filtertypen sind nur ein Überblick über die gängigsten Methoden. Schaue gerne durch unsere Filterkategorie und finden die für dich passende Filteranlage.


Du möchtest dich ausführlichere Beraten lassen? Wir können auch gewerbliche Schwimmbadanlagen! Besprich deine Wünsche mit unseren Experten!



Im Folgenden möchten wir dir noch einen Überblick über die gängigen Filtermaterialien geben:


Filtersand:

Das klassische Filtermaterial für Schwimmbäder ist eine Schüttung aus Quarzsand, welche je nach Größe des Filters aus verschiedenen Korngrößen bestehen kann. Hierzu gibt es von jedem Filterhersteller für jeden Filtertyp eine exakte Anleitung, welche Schütthöhen das Filterbett im Filterkessel einnehmen muss und gibt dir somit ebenfalls die Mengen an, welche du für einen Filtermaterialwechsel benötigst.



Filterkohle:

Zusätzlich zum Einschichtverfahren des Filtersandes lässt sich eine Schicht aus Filterkohle, entsprechend angepasst auf deine Filtergröße, auf das Filterbett legen.

Durch die extrem große innere Oberfläche der Filterkohle kann diese sehr viele Schmutzpartikel und andere Verunreinigungen an sich binden, um diese bei der regelmäßigen Rückspülung auszuspülen und steigert so die Effizienz deiner Filtereinheit.

Verkeimungsgefahr: Es ist zwingend zu erwähnen, dass Filterkohle ebenfalls als Nährboden für Verkeimungen dienen kann, besonders dann, wenn der Schwimmbadfilter nicht ordnungsgemäß oder nicht turnusgemäß gespült wird oder ein anderer Faktor in der Wasseraufbereitung nicht ordnungsgemäß funktioniert.



Pulver-Aktivkohle:

Alternativ zur Filterkohle lässt sich die Wasseraufbereitungsqualität auch mit Pulver-Aktivkohle steigern. Diese sehr feine Pulver-Aktivkohle wird in Wasser gelöst, zusätzlich zum Flockungsmittel vor der Filtereinheit dosiert und liegt dann in einer dünnen Schicht auf dem Filterbett. Der Vorteil im Vergleich zur dauerhaft auf dem Filter liegenden Filterkohle ist, dass die Pulver-Aktivkohle bei jedem Rückspülvorgang wieder ausgespült wird und somit eine geringere Gefahr der dauerhaften Verkeimung besteht. Die Dosierung von Pulver Aktivkohle findet man häufig in der Wasseraufbereitungsanlage öffentlicher Schwimmbäder und er selten bei privaten Beckenanlagen.


Moderne Alternativen:

In den letzten Jahren drängen immer mehr Alternativen zu den klassischen Sand- und Kohlematerialien auf den Markt, wie zum Beispiel Filtermaterialien aus Glasperlen/Glasbruch oder verschiedenen High-Tech Fasermaterialien. Trotz häufigem Verruf ist wichtig zu beachten, dass es zu den modernen Filtermaterialien häufig zwar noch keine Normen oder Langzeitstudien gibt, sich diese dennoch etabliert haben, da diese meist hervorragend funktionieren, solange die Materialien gemäß der Herstellerangaben eingesetzt werden!



Filtermaterial Glas:

Bei Filtermaterial aus Glas handelt es sich oft um Glasperlen oder Glasbruch. In diesem Bereich des Filtermaterials gibt es verschiedene, innovative Firmen, welche jeweils eigene Neuerungen und spezifische Eigenschaften ihres Glas-Filtermaterials anbieten.

Bei den meisten Glas-Materialien wird der Schmutz durch die elektrostatische Ladung des Filtermaterials gebunden, welche durch die Reibung des Glases aneinander entsteht.


Unabhängig von der Funktionsweise haben alle Glasfiltermaterialien einen signifikanten Vorteil: Sie sind deutlich langlebiger als klassische Alternativen und schonen somit deinen Geldbeutel und die Umwelt.



High-Tech Fasern:

Ebenfalls spannend und vielseitig einsetzbar sind Filtermaterialien aus, je nach Hersteller unterschiedlichen, High-Tech Fasern, welche man sich ganz einfach betrachtet häufig in Form von kleinen Bällen oder Schwämmen vorstellen kann. Die jeweiligen Materialien, welche als einzelne Einheit häufig ca. Handteller groß sind, können in der benötigten Anzahl in den zuvor gelehrten Filterkessel eingebracht werden. Einige Hersteller bieten auch fertige Einheiten, bei der mehrere Einheiten in Netzen gebündelt sind.


Diese Materialien haben nicht nur eine sehr effiziente Filtrationswirkung sondern können teilweise auch zu einem gewissen Anteil aufbereitet werden.


Filtereinheiten aus High-Tech Fasern eignet sich auch hervorragend als Ersatz für Filterkartuschensysteme welche gerne bei Whirlpools oder Quick-Up Pools zum Einsatz kommen. Vor allem in diesen kleinen Systemen erlauben die Filtermaterialien aus High-Tech Fasern eine deutlich effizientere Wasseraufbereitung bei aktiver Pflege deiner Anlage.



Wir hoffen, dir hat dieser Ausflug in tiefergehendes Fachwissen für die Planung und den Betrieb Ihres privaten Schwimmbades gefallen!


In unserer Wellness-Academy findest du viele weitere spannende Artikel rund um Schwimmbäder, Saunen und andere Wellness- und Lifestylethemen!


Wir freuen uns, dich im nächsten Artikel wieder zu sehen!


Disclaimer, Hinweis der Redaktion:

Bitte beachte, dass dieser Beitrag lediglich unverbindliche Hinweise und Inspirationen aus schulischer Sicht gibt und die RelaVida GmbH & Co. KG keinerlei Verantwortung für die fachgerechte Umsetzung und den ordnungsgemäßen Betrieb Ihrer Wellnessanlage übernimmt!

Bitte beachte bei allen Arbeiten, die allgemeinen anerkannten Regeln der Technik, die regionalen Vorschriften, die notwendigen Regelwerke, auch wenn diese nicht in diesem Beitrag genannt wurden und die entsprechenden Sicherheitshinweise des Herstellers und/oder Händlers des jeweiligen Produktes!

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